Kraft-Wärme-Kopplung
Kraft-Wärmekopplung bedeutet gleichzeitige Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme. Bei den normalen Kraftwerken wird die warme
Abluft ausgeleitet, bei den neuen, sehr umweltfreundlichen Anlagen (KWK- Anlagen), wird diese Abwärme voll ausgenutzt. Darum werden für eine hohe Wirkung weniger Brennstoffe benötigt. Strom und Wärme werden in KWK-Anlagen direkt am Verbrauchsort produziert, so daß Transportwege entfallen. Deshalb wird die Leistung nicht verringert.
Für die Industrie werden große Heizkraftwerke verwendet, die Systeme für den geringeren Bedarf werden Blockheizkraftwerke genannt. Diese kleineren Heizkraftwerke werden meist mit Erdgas betrieben, aber auch die Verwertung von Biodiesel, Heizöl und Pflanzenöl ist möglich. Der Brennstoff wird verwertet und in Strom umgewandelt, die Abwärme gleichzeitig zum Heizen oder zur Warmwasserbereitstellung genutzt. Überschüssiger Strom wird in das zentrale Versorgungsnetz eingespeist.
Blockheizkraftwerke können gezielt auch für den kleineren Bedarf, wie zum Beispiel Familienhotels oder Mehrfamilienhäuser eingesetzt werden. Blockheizkraftwerke und andere KWK-Anlagen werden vom Gesetzgeber begünstigt und gefördert.
Seit 2003 wurde die Ökö- Mineralölsteuer für Heizgas/Heizöl sowie schweres Heizöl erhöht. Auch für Strom wird eine höhere Steuer erhoben. Blockheizkraftwerke und andere Anlagen zur Stromversorgung sind aber von diesen Erhöhungen ausgeschlossen. Bei einem Nutzeffekt von mehr als 70% entfällt sogar die gesamte Mineralölsteuer.
Also ist der positive Effekt der Kraft-Wärme- Kopplung klar erkennbar. Die Kosten für den Bau dieser Anlagen werden sich sicher amortisieren.
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