Geothermie Wärme aus der Erde Geothermie bezeichnet die Wärme, welche im oberen Teil der Erdkruste gespeichert ist. Sie wird auch als Erdwärme bezeichnet und gehört zu den erneuerbaren Energien. Zur Geothermie gehört auch die
Untersuchung der Wärmesituation der Erde. Erdwärme wird schon seit ca. 10000 Jahren genutzt.
Erdwärme wird zur Erzeugung von elektrischem Strom und zum Heizen genutzt. Die Wärme wird aus den tieferen Erdschichten durch Wärmeleiter in die nutzbaren Erdschichten geleitet. Durch Tiefenbohrungen wird sie gefördert und nutzbar gemacht. Besonders an sogenannten geothermischen Anomalien (Gebiete mit vulkanischer Tätigkeit) sind geothermische Kraftwerke angesiedelt. In Deutschland ist diese Art der Verwendung der Geothermie zur Stromerzeugung unerheblich, aber in Ländern, wie Island, Mexiko, Schweden oder El Salvador werden ca. 30 % der Stromversorgung aus der Erdwärme gewonnen.
In der Geothermie wird unterschieden zwischen oberflächennaher Geothermie (bis 400m Tiefe) und Tiefengeothermie (ab 400m Tiefe ). Es wird zur Zeit aber nur bis maximal 10 km tief gebohrt. Die Erkundung und Gewinnung von Erdwärme wird im Bundesberggesetz geregelt. Wenn Grundwasser bei der Energiegewinnung relevant ist, greift zusätzlich das Wasserrecht.
Die Nutzung der Erdwärme erfolgt meist durch Erdwärmesonden ( Systeme, die in die Erdschichten eingebracht werden), durch Wärmepumpen werden Gebäude beheizt. Im Sommer kann auch mit Erdwärme gekühlt werden. In der Tiefengeothermie wird die Wärme direkt abgeleitet und genutzt.
In Deutschland sind schon geothermische Kraftwerke im Bau oder in der Planung. Berechnet nach den Ressourcen hier, könnten ca 29% der Deutschlandweit benötigten Wärme durch Erdwärme abgedeckt werden.
Bei der Oberflächennahen Nutzung der Geothermie zum Heizen von Gebäuden bestehen in Deutschland bereits über 50000 Anlagen. Allein im Jahr 2004 wurden 9500 Anlagen gebaut.
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