Revolutionäre Entwicklungen in der Raumfahrt
Vor allem in der Raumfahrt macht die Wissenschaft in den letzten Jahren immer wichtigere bahnbrechende Erfolge. Doch welche Geheimnisse verbirgt das Thema Raumfahrt, und gibt es aktuelle, wissenswerte Ereignisse?
Generell wird in der Raumfahrt zwischen zwei Methoden unterschieden. Die erste Methode ist die so genannte "Bemannte Raumfahrt", bei der man Astronauten ins All schickt, um dort zu forschen. Hierzu sind aktuell jedoch nur drei Länder der Erde in der Lage, und zwar die USA, Russland und China.
Die zweite Methode der Raumfahrt ist folglich die "Unbemannte Raumfahrt". In diesem Fall werden zum Beispiel Sonden oder auch Satteliten in den Weltraum befördert; hierzu sind momentan 10 Länder und die "European Space Agency" (ESA) in der Lage.
Zwar fantasierten bereits Forscher weit vor unserer Zeit von einer Reise zu fernen Sternen, doch wirklich möglich wurde diese Vision erst im 20. Jahrhundert. Die Raketentechnik gilt bis heute als weltweit einzige Methode, ein Objekt zum Verlassen des Planeten zu bringen.
Am 3. Oktober des Jahres 1942 kommt es zu einem wichtigen Ereignis in der Geschichte der Raumfahrt. Erstmals überquert eine vom Menschen produzierte Rakete (damals die V2-Rakete) die Grenze zum Weltraum (85km). Nebenbei muss man sagen, dass sich die Grenze des Weltraums nicht objektiv festlegen lässt; offiziell liegt diese je nach Definition zwischen 80km und 100km über der Erde.
Auch der Name Sputnik sollte jedem Raumfahrt-Interessierten ein Begriff sein - er war der erste von Menschenhand gefertigte Satellit und wurde damals von der Sowjetunion gebaut (1957). Kurz daraufhin baute man einen zweiten Sputnik (ebenfalls in der Sowjetunion), welcher damals das erste Lebewesen ins All beförderte. Irrtümlicherweise wird oft behauptet, es sei der Mensch, welcher als erstes Lebewesen seinen Fuß in die unendlichen Weiten des Weltalls setzte; dabei war es die Hündin Laika, welche mit der Hilfe des Sputnik 2 Bekanntschaft mit dem Weltraum machen durfte.
Nein, es ist auch nicht Neil Armstrong, welcher als erster Mensch im Weltall gilt - es ist nämlich der Russe Juri Gagarin, der am 12. April 1961 erstmals ins Weltall fliegt.
Der erste Mensch, der sein Raumschiff verließ und somit frei im Weltall schwebte war ebenfalls ein Mann aus der ehemaligen Sowjetunion, nämlich Alexei Leonow. Erst 1968 schalteten sich die Amerikaner aktiv ins Raumfahrt-Geschäft ein, und starten zur ersten Mondumrundung. Als wohl wichtigstes Ereignis der Raumfahrt gilt bis heute wohl die Mondlandung der Apollo 11 am 20. Juli 1969. Neil Armstrong ist damals der erste Mensch, der den Mond betreten darf, Buzz Aldrin folgt ihm.
Aus den letzten Zeilen geht hervor, dass es die Russen waren, welche zuerst praktische Schritte in der Raumfahrt tätigten, und die Amerikaner erst später folgten. Man sprach damals nie öffentlich von einem wirklichen Konflikt, jedoch trug der damals herrschende Kalte Krieg zu einem buchstäblichen Kräftemessen beider Systeme bei. Hinzuzufügen ist, dass sich dieser inoffizielle Konflikt jedoch mit der MIR-Ära (1986) legte und beide Länder somit immer kooperationsfähiger wurden.
Wie bereits zu Beginn erwähnt, laufen die Forschungen auch heute noch auf Hochtouren. Geplant ist der Bau und Einsatz so genannter Weltraumlifte, welche den Raumfahrtnationen bei künftigen Raumfahrtmissionen noch niedrigere Startkosten bescheren sollen. Weitere Methoden, wie zum Beispiel Ionentriebwerke oder Sonnensegel sollen zukünftig zu einem noch schnelleren Transport führen.
Ein völlig neuer Begriff ist der in den letzten Monaten aufgekommene "Weltraumtourismus". Immer wieder äußern Menschen den Wunsch, einmal ins Weltall zu fliegen. Was man vor einigen Jahren noch als paradoxen Kindheitstraum bezeichnet hätte, scheint plötzlich Realität zu werden. So flog zum Beispiel der deutsche Thomas Reiter 2006 auf eine Langzeitmission mit ins Weltall und erfüllte sich somit einen Kindheitstraum. 2007 soll ein weiterer Deutscher ins All fliegen - Hans Schlegel wird im Oktober die Raumstation ISS betreten und dort zwei bis drei Monate verweilen. Doch nicht nur Privatpersonen scheinen Interesse an diesem einmaligen Erlebnis; in den USA verloste ein Unternehmen eine Reise zur Raumstation "Ansari X-Prize".
Eine große Diskussion bietet auch der weitere Verlauf der Raumfahrt. Kritiker sagen, dass für zukünftige Forschungen bemannte Raumfahrten zu gefährlich seien, und man lieber auf die Entwicklung und den Fortschritt der unbemannten Raumfahrt bauen sollte. Wiederum andere Meinungen besagen, dass gerade die unbemannte Raumfahrt viel häufiger zu internen Fehlern führen würde, sodass dieses Risiko nicht aufgehoben werden könne.
Doch welche Gründe haben Raumfahrtnationen wie die USA, Russland oder China weitere Reisen ins Weltall zu planen? Selbstverständlich spielt hier vor allem der wirtschaftliche Faktor eine besonders wichtige Rolle. So sind zum Beispiel die Energiegewinnung auf fremden Planeten, wie auch die Rohstoffgewinnung ein großer Anreiz sich auf die Reise ins All zu begeben.
Jüngste Berichte sprechen sogar von einem "Krieg im Weltall". Auslöser für diese Headline war die Volksrepublik China, welche als erstes Land einen Satelliten mit der Hilfe einer Rakete abgeschossen hat. Der so genannte "Anti-Satelliten-Test“ stelle eine Bedrohung für andere Satelliten im Weltall dar und gefährde das Verhältnis Chinas zur westlichen Welt, so die USA.
Allgemein lässt sich sagen, dass die Raumfahrt in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Zwar spielte sie damals ebenfalls eine große Rolle, jedoch versprechen vor allem die neusten Entwicklungen eine Flut von revolutionären Durchbrüchen in den nächsten Jahren.
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