Kirschlorbeer
Der Kirschlorbeer ist ein sehr hübscher Zierstrauch, der zu der Gattung der Rosengewächse gehört. Der Name setzt sich aus Kirsche und Lorbeer zusammen, da die Früchte des Strauches an schwarze Kirschen erinnern und die Blätter eine lorbeerähnliche Form besitzen. Beheimatet ist er
in Südeuropa, auf dem Balkan und im Kaukasus. Er hat sich aber auch unseren Breitengraden gut angepasst. Der Kirschlorbeer ist ein immergrünes Gewächs, das, je nach Sorte, frost- und winterhart ist. Da er seine Blätter nicht abwirft, ist er im Winter wie auch im Sommer, ein willkommener Blick- und Windschutz und auch ein Blickfang im Garten. Durch seinen üppigen Wuchs und da man ihn sehr gut zurückschneiden und in Form bringen kann, wird er gern als Heckenpflanze eingesetzt. Ein einziger Schnitt im Jahr reicht allerdings aus. Auf keinen Fall sollte in der 2.Sommerhälfte geschnitten werden, da zu leicht die neuen Blütenstände mit entfernt werden könnten. Man sollte ihn aber nicht zu nah an die Grundstücksgrenze pflanzen, weil er mit seinem ausladenden Wuchs in das Grundstück des Nachbarn hineinragen und damit Ärger auslösen könnte. Seine zahlreichen Blätter sind kräftig dunkelgrün gefärbt, fühlen sich ledrig an und besitzen eine schmale und längliche Form, die in einer Spitze endet. Jedes Blatt kann 8-15cm lang werden. Die Blütezeit des Kirschlorbeers beginnt im April und endet im Juni. Die traubenähnlichen Blütenstände des Strauches stehen senkrecht nach oben und bestehen aus vielen kleinen, weißen Blüten, was sehr dekorativ aussieht. Dazu kommt noch ein feiner, angenehmer Duft, der von den Blüten ausgeht. Nach der Blüte entwickeln sich im August/September aus den Früchten kugelige, schwarze Beeren, die hübsch aussehen. Wichtig ist zu wissen, dass die Blätter und die Samen des Kirschlorbeers giftig sind, denn sie enthalten Blausäure. Bei einem Verzehr von einigen Beeren oder auch Blättern kann es zu Übelkeit, Bauchweh und Erbrechen kommen. Für Kinder kann der Verzehr von 10 Beeren bereits lebensbedrohlich sein. Aber auch bei Pferden, Rindern, Hasen und auch Vögeln treten nach dem Verzehr der Beeren Vergiftungserscheinungen auf. Je nach Sorte kann der Kirschlorbeer zwischen 60cm und 300cm hoch werden. Es ist ein recht wuchtiger und oft ausladender Strauch, der relativ viel Platz beansprucht. Der Kirschlorbeer kann an sonnigen und an schattigen Plätzen stehen. Er liebt leicht feuchte und humusreiche Böden. Bevor die Pflanze in das Erdreich gesetzt wird, sollte dem Boden ein Pflanzensubstrat beigemengt werden. Der Pflanzabstand zwischen den Pflanzen sollte mindestens 50cm, eher mehr, betragen. Die Vermehrung des Kirschlorbeers ist möglich und geschieht durch Stecklinge. Das Zurückschneiden des Kirschlorbeers sollte nicht mit der Heckenschere vorgenommen werden, da die Pflanze das nicht gut verträgt und mit einer Braunfärbung reagiert. Besser ist eine Rosen- oder Handschere zu verwenden. Es gibt viele verschiedene Arten an Kirschlorbeersträuchern. Einige sind besser für das Freiland geeignet, andere können auch als Terrassen- oder Balkonpflanzen verwendet werden. Dann allerdings darf man nicht vergessen, sie auch im Winter zu gießen, sonst trocknet das Erdreich aus. Der Kirschlorbeer ist aber auch eine Heilpflanze, die von Ärzten gezielt gegen Keuchhusten, Asthma und das Lindern von Husten- und Heiserkeit eingesetzt werden kann.
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